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Weihnachten

Ohne Räder

Der Weihnachtsbaum, der jedes Jahr zu Weihnachten aufgestellt wird, hat seinen Ursprung aus dem Paradiesbaum, welcher im Mittelalter am 24. Dezember zu den Paradiesspielen ausgestellt wurde. Damals bestand der Baumschmuck aus Früchten und Gebäck sowie buntem Papier. Typischer Baumschmuck aus dem 19. Jahrhundert waren Äpfel, Nüsse und Zuckergebäck. Daher wurde der Weihnachtsbaum auch oft als Zuckerbaum bezeichnet. Gold und Silber gehörten zu den traditionellen Weihnachtsfarben. Der gesamte Schmuck wurde von den Familien selbst erstellt, da es noch keinen Schmuckhandel gab. Räuchermännchen haben ihren Ursprung aus dem Jahre 1830 und gehören Brauchtum der erzgebirgischen Weihnachtszeit. Heute sind die Räuchermännchen in verschiedensten Varianten anzutreffen und werden nach Wunsch des Kunden als Unikat gefertigt. Traditionell sind Räuchermänner als Soldaten, Rastelbinder oder Bergmänner vertreten. Letzteres führt auf den in dieser Region vorhandenen Bergbau zurück. Es gibt aber auch Kantenhocker, die auf Tischen Platz finden können oder Skatspieler. Räuchermännchen werden mittlerweile weltweit angeboten, die richtigen, teuren Unikate findet man aber nach wie vor im Erzgebirge. Der erste Nussknacker, als eines der ältesten Weihnachtsschmuckstücke überhaupt hat seinen Ursprung aus der Antike. Damals noch mit zwei Hebelarmen, ist der Nussknacker von Aristoteles erfunden worden. Ein Nachfolger wurde im Jahre 300 vor Christus in einem Grab bei Tarent gefunden. Auch Leonardo da Vinci hat sich daran versucht, einen Nussknacker zu erfinden. Über Jahre hinweg entwickelte sich der Nussknacker in unterschiedlichsten Völkern und wurde unterschiedlich angesehen. Der Nussknacker wurde bereits im 19. Jahrhundert als Kinderspielzeug eingestuft. Die heutigen Nussknacker, die zu Weihnachten ausgestellt werden, haben keine Knackfunktion mehr und dienen lediglich als Sammelstück bzw. Dekoration. Schwibbögen haben ihren Ursprung aus dem Jahr 1740. Dieser entstand in Johanngeorgienstadt und wurde aus Metall gefertigt. Weitere Schwibbögen wurden bis 1810 entwickelt. Nach dem zweiten Weltkrieg begannen die Schwibbögen aus Metall sich in hölzerne Schwibbögen zu verwandeln. Die ersten Spieldosen wurden mit Hilfe einer Stiftwalze angetrieben. Der technische Fortschritt verwandelte die kleinen Spieldosen aus der Vorzeit in immer größere Spieldosen mit immer mehr Federwerken. Je moderner die Technik wurde, umso länger spielten die Dosen die Musik. Durch die Stiftwalze und spezielle Zylinder wurden die Musikstücke auch auf der Spieldose aufgezeichnet und konnten wiederholt widergegeben werden. Die erste Spieldose wurde 1796 von dem Genfer Uhrmacher Antoine Fayre-Salomon entwickelt. Daher stammt auch der Begriff Spieluhr ab. Durch das „Prinzip der klingenden Stahllamelle“ erfand er die erste spielende Taschenuhr. Dies erwies sich als enorme und aufwendige Arbeit, denn alle Tonzungen mussten einzeln abgestimmt und auf den Zungenbalken geschraubt werden. Diese Spieldosen hießen damals Segmentmusikdosen. Heute gibt es die verschiedensten Arten von Spieldosen sowie Zusatzeinrichtungen, die den Spielspaß noch steigern. Für Weihnachten lässt sich mit Hilfe der Spieldose die Atmosphäre feierlich gestalten und auch die Kinder finden große Freude, die Spieldosen als Spielzeug zu verwenden.

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